FREUNDSCHAFTSCOACH

WERTVOLLE AUSBILDUNG ZUM FREUNDSCHAFTSCOACH

Keine Frage: Man kann es sich gut vorstellen, dass Jugendliche Walter Nitsche ihr Herz öffnen. Zugewandt,  wertschätzend und respektvoll ist der Umgang des 66-Jährigen mit seinen Mitmenschen, und dieser Geist hat auch die unter Federführung von Nitsche entwickelte Ausbildung zum Freundschaftscoach geprägt, für die am 16.  Februar in den Räumlichkeiten der Süddeutschen Gemeinschaft Mühlacker die Zertifikatsübergabe erfolgte. „Es ist mir eine Herzensangelegenheit, zur Persönlichkeitsreifung von Jugendlichen beizutragen und sie in ihrer Beziehungs- und Konfliktlösungsfähigkeit zu stärken“, so Nitsche in seiner Ansprache im Rahmen der  Feierlichkeiten. „Nur wer seine inneren Blockaden kennt wird fähig, Anderen in schwierigen Lebenslagen zu helfen.“ Für ihn sei es eine große Ermutigung, dass alle Teilnehmer die Ausbildung durchgehalten hätten. An dem Kooperationsprojekt des Vereins „miteinanderleben“ und des Förderkreises für Jugendcoaching der  Arbeitsgemeinschaft seelsorglicher Berater (AsB), bei der Nitsche zudem als Ausbildungsleiter tätig ist, haben an  den Standorten Illingen und Mühlacker rund dreißig junge Menschen zwischen 15 und 24 Jahren teilgenommen.  Dabei setzten sich die Jugendlichen in zehn mehrstündigen Seminaren mit ihren eigenen Bedürfnissen, dem Themenkomplex „Beziehungen“ sowie dem Umgang mit seelischem Schmerz, Süchten und Essstörungen  auseinander. „Mein Dank gilt heute insbesondere den Teilnehmern des Freundschaftscoach- Projektes“, stellte Norbert Bogner, Geschäftsführer von „miteinanderleben“, in seiner Ansprache heraus. „In unserer schnelllebigen Zeit, in der oft nur noch mit dem Daumen über das Smartphone kommuniziert wird, habt ihr euch Zeit genommen, euch  von Angesicht zu Angesicht mit dem Thema Beziehungen auseinanderzusetzen“. Vera Müller, Leiterin des Illinger Jugendhauses, meinte: „Mit dieser Ausbildung ist etwas Großartiges geglückt: Jugendliche können ihren Freunden nun in schwierigen Lebenslagen auf Augenhöhe helfen.“ Das bestätigte der 22-jährige, frisch gebackene  Freundschaftscoach Robin Köhler: „Ich habe viel über die unterschiedlichen Menschentypen gelernt und kann nun einfacher mit ihnen umgehen.“ Und wer weiß? Vielleicht gehört Robin zu denjenigen Teilnehmern, die ab September  mit dem Trainer-Seminar weitermachen und dann selbst an der Ausbildung zum Freundschaftscoach mitwirken können. 

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